Puli

 
 

Ursprung: Ungarn

Publikation des gültigen Originalstandardes: 29.10.2013

Verwendung: Treibhund

Klassifikation: FCI Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1 Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung

 

Allgemeines Erscheinungsbild:

Hund von mittlerer Größe, fester Konstitution, quadatischem Körperbau und feiner, aber nicht zu leichter Knochenstruktur. Der etwas hagere Körper ist in allen Teilen gut bemuskelt. Die Gestaltung der einzelnen Körperteile ist schwer zu beurteilen, weil der ganze Körper von einem stark entwickelten, zur Bildung von Zotten und Schnüren neigenden Haarkleid bedeckt ist. Es ist deshalb zweckmäßig, während des Richtens den Hund abzutasten. Die Kopfbehaarung ist so üppig, daß sie den Kopf rund anscheinen läßt und die Augen abschirmt. Die nach vorne über die Kruppe eingerollte, üppig behaarte Rute verursacht scheinbar eine nach hinten leicht ansteigende Körperform.

 

Wichtige Proportionen:

Die Körperlänge entspricht der Widerristhöhe.

Die Brustkorbtiefe beträgt etwas weniger als die Hälfte der Widerristhöhe.

Die Fanglänge entspricht einem Drittel der Kopflänge.

 

Verhalten / Charakter (Wesen):

Von lebhaftem Temperament, außerordentlich lernfähig. Er ist kinderliebend und ein ausgezeichneter Wachhund. Seine gegenwärtige Form hat sich an die Verwendung im Hundesport adaptiert.

 

Kopf:

Von vorne gesehen rund, von der Seite gesehen scheint er elliptisch zu sein.

Oberkopf: Schädel: Klein und fein. Augenbrauenbogen stark entwickelt. Stop: Schwach ausgebildet.

 

Gesichstsschädel:

Nasenschwamm: Relativ klein, schwarz. Fang: Nicht spitz, Nasenrücken gerade. Lefzen: Straff, dunkel pigmentiert. Kiefer/Zähne: Vollzahniges Scherengebiß mit der Zahnformel entsprechenden 42 Zähnen. Augen: Die mittelgroßen, dunkelbraunen Augen sind leicht schräg und mittelweit voneinander eingesetzt. Der Ausdruck ist lebhaft und intelligent. Die Lidränder sind straff am Augapfel anliegend und gut pigmentiert. Ohren: Mittelhoch angesetzt mit breiter Basis Die hängenden Ohrlappen haben eine an der Spitze abgerundete V-Form. HALS: Mittellang, straff, gut bemuskelt. Er bildet mit der Horizontalen einen Winkel von 45 Grad und ist mit dichtem Haar bedeckt.

 

Körper:

Oberlinie: Gerade, wegen der Rutenhaltung scheinbar nach hinten leicht ansteigend. Widerrist: Er ragt nur in geringem Maße über die Rückenlinie hinaus. Rücken: Mittellang, gerade, straff, bemuskelt. Lende: Reichlich bemuskelt, kurz. Kruppe: Kurz, leicht abfallend. Brustkorb: Tief, lang, mit gut gewölbten Rippen. Bauch: Allmählich nach hinten ansteigend.

 

Rute:

Die mittelhoch angesetzte Rute ist über die Kruppe flach eingerollt und dicht mit Haar bedeckt. Wenn sie ausgestreckt wird, reicht sie in der Länge bis zum Sprunggelenk.

 

Gliedmassen Vorderhand:

Schulter: Schulterblatt schräg, straff an dem Brustkorb anliegend. Eine vom Widerrist aus gefällte Vertikale streift die Vorderfront der Brust an deren tiefsten Punkt. Der Winkel zwischen Schulterblatt und Oberarm beträgt 100 bis 110 Grad. Oberarm: Mittellang und gut bemuskelt. Ellenbogen: Eng an den Brustkorb anliegend. Der Winkel zwischen Oberarm und Unterarm be-trägt 120 bis 130 Grad. Unterarm: Lang, gerade, mit einer trockenen Muskulatur. Vorderpfoten: Kurz, rundlich, straff, mit eng aneinanderliegenden Zehen. Die Krallen sind schwarz oder dunkel-schiefergrau. Die Ballen sind dunkel gefärbt und elastisch. Die Pfoten sind parallel, nach vorne gerichtet und stehen mittelweit auseinander.

 

Hinterhand:

Allgemeines: Die Stellung der Läufe ist mittelweit und parallel. Der Winkel zwischen Becken und Oberschenkel beträgt zirka 100-110 Grad; die Winkelung im Kniegelenk beträgt 100-110 Grad. Ober- und Unterschenkel: Lang und gut bemuskelt. Sprunggelenk: Trocken, klar umrissen. Hintermittelfuß: Kurz. Hinterpfoten: Ein wenig flacher als die Vorderpfoten, sonst gleich.

 

Gangwerk:

Bewegung sehr lebhaft und temperamentvoll. Schritt kurz. Die Bewegung ist oft typisch trippelnd und hüpfend; er hat die Tendenz, sich wirbelnd um die eigene Achse zu drehen.

 

Haut:

Ohne Falten, straff, stark pigmentiert. Die freien Hautflächen sind bei jeder Farb-variante schwarz oder schiefergrau.

 

Haarkleid:

Das Haar der Welpen ist dicht, gewellt oder gekräuselt. Später bilden sich Haarbüschel und danach kräftig strukturierte Zotten oder Schnüre. Die Behaarung besteht aus einem gröbe-ren Deckhaar und einer feineren Unterwolle. Das Verhältnis der beiden Haartypen zueinander bestimmt den Charakter des Haarkleids. Wenn das Deckhaar viel stärker entwickelt ist als die Unterwolle ist die Behaarung atypisch strukturiert und die Haare etwas abstehend. Wenn die Unterwolle unerwünschterweise zu stark überwiegt, ensteht eine allzu weich strukturierte, verfilzte Behaarung, die schwer zu pflegen ist. Das genetisch bestimmte richtige Verhältnis der beiden Haarsorten ergibt die ästhetisch vorteilhafte Zotten- oder Schnürenform, die leicht zu pflegen ist. Die Schnüre sind in der Lenden- und Kruppengegend und an der Hinterseite der Oberschenkel am längsten (20 bis 30 cm). Sie sind am Kopf und an den Gliedmaßen am kürzesten (10 bis 12 cm). Die Behaarung des Kopfes ist ideal, wenn die Haare eine kräftige schnürenartige Struktur aufweisen und den Gesichtsbereich abschirmen. Sowohl die ausge-kämmte als auch die vernachlässigte und zerzauste Behaarung ist unerwünscht.

 

Farbe:

Schwarz., Schwarz mit geringen rostroten oder grauen Nuancen.

Falbfarben mit deutlicher, schwarzer Maske. In der Brustgegend ist ein weißer Fleck von höchstens 3 cm Durchmesser zulässig. Weiß zwischen den Zehen gilt nicht als Fehler.
Perlenweiß, ohne eine Spur von semmelblonder Schattierung.

Grau

Alle von den vorgenannten abweichenden Farben und Abzeichen sind unerwünscht.



 

Grösse und Gewicht:

Widerristhöhe: Für Rüden: 39 bis 45 cm, Idealgröße: 41 bis 43 cm Für Hündinnen: 36 bis 42 cm, Idealgröße: 38 bis 40 cm. Gewicht: für Rüden: 13 bis 15 kg für Hündinnen: 10 bis 13 kg

 

Fehler:

Jede Abweichung von den genannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

Ausschliessende Fehler:

Fehlen von einem Zahn oder mehrerer Zähne von den Schneidezähnen, den Eckzähnen, den Prämolaren 2-4 und den Molaren 1-2.

Fehlen von mehr als zwei PM1; die M3 werden nicht berücksichtigt.

Vor- oder Rückbiß, Kreuzbiß.

Rute sichelförmig oder horizontal getragen.

Kurze, glatte, einzelstehende Haare.

Farbfehler und unerwünschte Abzeichen und Flecken.

Größe von den im Standard festgesetzten Normen abweichend.

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

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