Pumi

 
 

Ursprung: Ungarn

Datum der Publikation des gültigen Standardes: 06.04.2000

Klassifikation: Gruppe 1   Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1    Schäferhunde, Ohne Arbeitsprüfung

 

Verwendung:

Terrierähnlicher Treibhund. Er ist auch zum Treiben grösserer Tiere geeignet. Sein Spürsinn ist gut entwickelt. Er bewährte sich hervorragend bei der Bekämpfung von Raubwild und Nagern. Er ist ein ausgezeichneter Haushund und erträgt ohne weiteres die Haltung in einer Wohnung. Er braucht viel Bewegung und ist ein ausgezeichneter Begleit- und Sporthund.

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Kurzer geschichtlicher Abriss:

Der Pumi entstand im 17.-18. Jahrhundert in Ungarn durch Kreuzung des primitiven Puli mit importierten deutschen und französischen terrierartigen Hunden mit Stehohren. Er gilt seit Anfang des 20. Jahrhunderts als selbständige Rasse.

 

Allgemeines Erscheinungsbild:

Es handelt sich um einen mittelgrossen, zum Spass aufgelegten, terrierartigen Hirtenhund. Den Terriercharakter zeigt der Kopf am besten. Die Gesichtsnasenpartie ist gestreckt und das obere Drittel der aufgerichteten Ohren neigt sich nach vorne. Der Körperbau ist quadratisch. Wegen seiner ständigen Aufmerksamkeit ist die Haltung des Halses höher als im Durchschnitt. Das mittellange, wellige Haar bildet Locken. Der Pumi kommt in mehreren Farbschlägen vor, aber er muss immer einfarbig sein.

 

Wichtige Proportionen:

Die Körperlänge entspricht der Widerristhöhe.

Die Brustkorbtiefe beträgt etwas weniger als die Hälfte der Widerristhöhe.

Die Fanglänge ist etwas geringer als die Hälfte der Kopflänge.

Die Halslänge entspricht der Kopflänge und beträgt 45 % der Widerristhöhe.

 

Verhalten / Charakter / Wesen):

Dieser recht lebhafte Treibhund hat ein rastloses Temperament. Er ist äusserst kühn, gegen fremde Personen etwas misstrauisch. Infolge seines vernünftigen Verhaltens, seiner Lebhaftigkeit und seiner Ausdrucksfähigkeit lenkt er immer und überall die Aufmerksamkeit auf sich. Der Pumi ist ziemlich laut. Seine ganze Erscheinung strahlt Tatendrang aus und wegen seiner Ruhelosigkeit und Betriebsamkeit sind alle seine Körperteile stets in Bewegung. Er ist immer aktiv und einsatzbereit. Scheues oder phlegmatisches Benehmen sind rassenfremde Eigenschaften.

 

Kopf:

Verhältnismässig lang und schmal. Die Kopfform wird durch die gestreckte Fangpartie geprägt.

 

Oberkopf:

Schädel: Die Scheitelgegend ist relativ breit und gewölbt. Die lange Stirn ist nur wenig gewölbt, von der Seite gesehen flach. Die Augenbrauenbogen sind mässig entwickelt.
Stop: Kaum wahrnehmbar. Die Stirnebene läuft zwischen den Augenbogen beinahe geradlinig zum Nasenrücken weiter.

 

Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: Schmal, stumpf geschnitten, bei allen Farbschlägen  immer nur schwarz.
Fang : Der Nasenrücken ist gerade. Die ausgedehnte Gesichtspartie verjüngt sich gegen die Nase zu, wird aber nie spitz.
Lefzen : Sich dem Gebiss straff anschmiegend, dunkel pigmentiert.
Kiefer / Zähne : Starke Kiefer. Die kräftigen und gut entwickelten Zähne sind weiss. Regelmässiges, der Zahnformel entsprechend vollzahniges Scherengebiss.
Backen : Gut bemuskelt.
Augen : Mittelweit voneinander und etwas schräg eingesetzt, mittelgross, oval, geschlitzt, dunkelbraun. Der Ausdruck ist lebhaft und intelligent. Die Lidränder liegen dem Augapfel straff und eng an und sind gut pigmentiert.
Ohren : Die aufgerichteten Ohren sind hoch angesetzt. Das obere Drittel des Ohres neigt sich nach vorne. Die mittelgrossen, ebenmässigen Ohren haben eine umgekehrte V-Form. Ihr Ausdrucksspiel ist rege.

 

Hals:

Mittellang, wenig gewölbt, gut bemuskelt; er bildet einen Winkel zwischen 50 und 55 Grad mit der Horizontalen. Die Haut des Halses ist straff, trocken, ohne Falten.

 

Körper:

Die Muskulatur ist gut entwickelt, trocken, besonders straff und zäh. Es handelt sich um eine ausserordentlich hagere Rasse von harmonischem Erscheinungsbild.
Obere Profillinie:  Gerade.
Widerrist: Ausgeprägt, lang und nach hinten geneigt.
Rücken: Kurz, gerade und straff.
Lende: Kurz, fest gefügt, gerade.
Kruppe: Kurz, leicht abfallend, mittelbreit.
Brust : Die Vorderfront der Brust ist gerade, nicht breit, eher tief. Die Rippen sind wenig gewölbt, eher flach. Der Brustkorb ist tief, lang und reicht bis zur Höhe des Ellenbogens.
Bauch: Straff, nach hinten aufgezogen.

 

Rute:

Die hoch angesetzte Rute bildet einen weiten kreisförmigen Bogen über der Kruppe. Das Haar der Unterseite der Rute ist 7 bis 12 cm lang, drahthaarig, auseinanderstehend, mit wenig Unterwolle. Angeborene Stummelrute sowie kupierte Rute sind nicht zulässig.

 

Gliedmassen:

Vorderhand: Die von der Vorderfront der Brust ausgehenden Vorderläufe unterstützen den Körper wie Säulen; sie sind senkrecht, parallel und nicht zu weit gestellt.
Schultern: Das Schulterblatt ist lang und leicht steil. Der Neigungswinkel zur Horizontalen beträgt zirka 55 Grad. Die Schulterblattspitzen stehen lotrecht über dem tiefsten Punkt der Brust.
Oberarm: Kurz und gut bemuskelt.Das Schulterblatt und der Oberarm bilden einen Winkel von 100-110 Grad.
Ellenbogen: Eng am Körper anliegend.
Unterarm: Lang, hager.
Vordermittelfuss: Steil.
Vorderpfoten: Rundliche Katzenpfoten mit eng aneinanderliegenden Zehen. Die Ballen sind elastisch. Die Krallen sind kräftig, schwarz oder schiefergrau.

Hinterhand: Die Hinterläufe sind sehr kräftig. Von der Seite gesehen sind sie etwas nach hinten überstreckt. Von hinten gesehen sind die Läufe parallel, gerade, weder zu eng noch zu weit gestellt.
Oberschenkel: Muskulös, lang und nach hinten geneigt.
Knie: Auf gleicher Höhe wie die Ellenbogen.
Unterschenke : Lang, hager.
Sprunggelenk: Das Sprunggelenk ist hager und scharf umrissen.
Hintermittelfuss: Kurz, steil.
Hinterpfoten: Wie die Vorderpfoten. Afterkrallen sind unerwünscht.

 

Gangwerk:

Bewegung recht lebhaft, temperamentvoll. Schritt kurz, energisch, dynamisch und harmonisch. Die Haltung ist kühn und stolz. Der Trab ist leicht und harmonisch; der Hund setzt die Hinterpfoten genau in die Spur der Vorderpfoten.

 

Haut:

Ohne Falten, stark pigmentiert. Die freien Hautflächen sind schwarz oder schiefergrau.

 

Haarkleid:

Haar: Das welllige, lockige Haar bildet Büschel und ist nie glatt oder verschnürt. Im Durchschnitt sind die Haare 4 bis 7 cm lang, in kleineren oder grösseren Büscheln zusammengesetzt, elastisch struppig und dicht. Das Haarkleid besteht aus einem kräftigen, nicht groben, drahthaarigen Deckhaar und einer weichen Unterwolle. Die mittellangen, dichten, drahtigen Grannenhaare an den Ohren ragen nach oben. Die Augen und die Fangpartie sind frei von langem Haar. Die erwünschte Vorbereitungsform des Haarkleides wird durch Trimmen mit der Hand erreicht. Kleinere Korrekturen mit der Schere auf dem Kopf und an den Gliedmassen sind möglich. Aber das ganze Haarkleid mit der Schere herzurichten ist unerwünscht.

Farbe:

Grau in verschiedenen Nuancen (im allgemeinen ist die Farbe bei Geburt schwarz und wird mit der Zeit grau).

  Schwarz.

Falbfarben (fakó). Grundfarben : rot, gelb, cremefarben (ein schwarzer oder grauer Anflug und eine ausgeprägte Maske sind erwünscht).

Weiss.

Ein weisser Brustfleck mit einem Durchmesser unter 3 cm und / oder ein weisser Strich auf den Zehen ist nicht fehlerhaft.

Die Haarfarbe muss immer ausgeprägt und einfarbig sein.

 

Grösse und Gewicht:

Widerristhöhe :
Für Rüden :        41 bis 47 cm, Idealgrösse: 43 bis 45 cm.
Für Hündinnen:  38 bis 44 cm, Idealgrösse: 40 bis  42 cm

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Gewicht :
Rüden :            10 bis 15 kg, Idealgewicht : 12 bis 13 kg.
Hündinnen :        8 bis 13 kg, Idealgewicht : 10 bis 11 kg.

 

Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

Ausschliessende Fehler:

Aggressiv oder ängstlich.

Runder, puliartiger Kopf. Gesichtsnasenpartie kürzer als 40% der Kopflänge.

Stark ausgeprägter Stop.

Fehlen von einem Zahn oder mehrerer Zähne von den Schneidezähnen, den Eckzähnen, den Prämolaren 2-4, den Molaren 1-2; Fehlen von mehr als 2 PM1; die M3 werden nicht berücksichtigt.

Vor- und Rückbiss, Kreuzgebiss.

Vollständig aufgerichtete Stehohren; vom Ansatz an herabhängende oder ungleich getragene Ohren.

Kurzes, glattes Haar; langes, stark verfilztes oder abstehendes, strukturloses Haar.

Schokoladenbraunes- und mehrfarbiges Haarkleid sowie jede Art von  scharf abgegrenzten Flecken (z.B. lohfarbene Abzeichen; Bildung eines Mantels etc.).

Grösse von den im Standard festgesetzten Normen abweichend.

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.






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Csatorna Mellet

Puszta Ördöge


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