*Kaukasische Owtscharka*

 

GUS (ehem. UDSSR)
FCI-Standard Nr. 328

 

 

Portrait / Standard / Züchter / Bilder

 

  Kaukasische Owtscharka
 

Rüden

Hündinnen

Grösse mind. 65 cm mind. 62 cm
Gewicht 50-70 kg 40 - 60 kg
Farben meist grau, lohfarben, falb, weiss, gestromt, gescheckt.
Alle Farben ausser Braun und reinschwarz sind zulässig
Haare mässig kurz bis mittellang, starke Unterwolle, dichte Befransung, oft üppiger Halskragen

 

Der Kaukasische Owtscharka ist ein grosser Hund von kräftigem bis grobkräftigem Körperbau. Der Kopf soll massiv, mit breitem Schädel und stark entwickelten Backenknochen sein. Die Schnauze soll kürzer als der Oberkopf sein und der Stop schwach ausgeprägt. Die dunklen, oval geformten und tief liegenden Augen verleihen dem Kaukasen einen bärenhaften Ausdruck. Die Ohren sind hoch angesetzt und werden unkupiert als mittelgrosse, dreieckige Schlappohren getragen. Rüden haben einen ausgeprägten Halskragen, der an die Mähne eines Löwen erinnert. Die Hinterläufe und Rute weisen eine starke und dichte Befransung auf. In Ruhe wird die Rute hängend getragen. In Erregung kann sie der Kaukase wie ein Rad über den Rücken rollen. Der Hund muss trocken, geschlossen und fest in seiner Substanz sein. Trotz des kräftigen und sehr muskulösen Körperbaues bewegt sich der Kaukase leichtfüssig in einem kurzen Trab, der bei Beschleunigung in einen plumperen Galopp wechselt. Der Kaukase hat einen stark ausgeprägten Schutztrieb und unabhängigen Charakter. Deshalb lässt er sich nur bis zu einem gewissen Grad erziehen. Schutzhundeausbildung ist absolut zu unterlassen!!

Im Kaukasus gibt es schon seit mehr als 600 Jahren riesige Schafherden, die durch Owtscharki (der Name kommt von Owza = Schaf, deshalb oft die irrtümliche Bezeichnung Kaukasischer Schäferhund) gegen alle wilden Tiere (besonders Wölfe) und Diebe geschützt wurden. In diesem riesigen Gebiet entstanden verschiedene Variationen des Typs. Trotz der regionalen Unterschiede ist der erwünschte Kaukase immer starkknochig, massiv aufgebaut und kraftvoll mit dem richtigen Wesen, um die Herden zu schützen. Die ersten Kaukasen ausserhalb ihrer Heimat wurden 1969 nach der ehemaligen DDR exportiert. Bereits 1977 wurden die ersten Hunde dieser Rasse in Köln auf der Ausstellung vorgeführt. In der Zwischenzeit besteht in ganz Deutschland eine beachtliche Population von Kaukasen. Noch heute ist der Kaukasische Owtscharka, auch wenn er in unserer zivilisierten Welt aufgewachsen ist, ein gegen Fremde misstrauischer Hund, der zu Agressivität und Schärfe neigt. Fremden Hunden gegenüber kann er angriffslustig sein, ein Erbe aus seiner früheren Arbeit, als er noch Wölfe zu bekämpfen hatte. Er ist sehr selbstbewusst und in seinem Verhalten so auf sich gestellt, dass er untauglich für die Schutzhundeprüfung ist. Dieser Hund ist nur mit Autorität, viel Liebe, Lob und Konsequenz zu erziehen und zu halten. Unterordnungsübungen und Begleithundprüfungen sind als sinnvolle Beschäftigung des Hundes sehr zu empfehlen, wobei keine erstklassigen Resultate erwartet werden dürfen. Menschliche Zuwendung ist ein absolutes Muss. Obwohl der Owtscharka allgemein in der Familie sehr kinderlieb, gutmütig ja verschmust ist, sollte er nie von einem Kind spazierengeführt werden. Er könnte plötzlich glauben, das Kind verteidigen zu müssen. Der Kaukasische Owtscharka bevorzugt ein kühleres Klima. Sein dichtes, jedoch recht pflegeleichtes Fell schützt ihn vor Kälte und Feuchtigkeit. Ein grosser Garten als Auslauf ist wichtig, damit er seine Aufgabe als Wächter auch wahrnehmen kann. Er ist deshalb kein angenehmer Hund für lärmempfindliche Nachbarn. Kein Hund für jedermann und Anfänger! Nur geeignet für fortgeschrittene Idealisten, die gewillt sind, dem Kaukasen ein, trotz begrenzten Möglichkeiten in unserer heutigen Gesellschaft, artgerechtes Leben zu bieten.

 

 

Züchter

 

Zuchtstätte

Züchter

Kontakt

Zur Zeit ist uns kein Züchter bekannt

 
 

 

 

Home | © KAH/CBE | design by A.L 2008