| Polnische Rasse | |||
| FCI-Standard Nr. 252 |
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Rüden |
Hündinnen |
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| Grösse | 65 - 70 cm |
60 - 65 cm | |
| Gewicht | |||
| Farben | weiss | ||
| Haare | An Kopf, Fang und Beinen kurz und glatt, sonst dicht gerade bis leicht gewellt. Hartes Haar mit viel Unterwolle. | ||
Der Tatra ist ein imposanter Hund, welcher aufmerksam, beherrscht und sehr gelehrig ist. Der harmonisch gebaute, kräftige Körper bildet ein knappes Rechteck. Der breite, leicht gewölbte Schädel trägt einen kurzen Fang. Die dreieckigen Ohren liegen weit hinten am Kopf an. Der Hals trägt eine richtiggehende Mähne. Der Rücken ist breit und gerade, das Gangwerk fliessend, raumgreifend und ausdauernd. Der Tatra hat ein sehr angenehmes Temperament, welches nicht zu stark aggressive Züge zeigen soll.
Seit Jahrhunderten ein treuer Begleiter und Helfer der Goralenbergbauern, kam der Tatrahund oder eben Goralenhund erst zwischen den beiden Weltkriegen in Polen zu grösserer Bekanntheit. Ersten Ansätzen zur Reinzucht folgte eine Phase, in der er fast zum Modehund verkommen wäre. Seine elegante, blendend weisse Erscheinung prädestiniert ihn eigentlich zusammen mit seinem im Vergleich zu anderen osteuropäischen Hirtenhunderassen etwas gemässigteren Temperament geradezu auch zu diesem "Lebensstil".
Allerdings dauerte es nicht lange und die Weltgeschichte setzte dieser Entwicklung ein jähes Ende. Wiederum blieb er nur bei seiner Arbeit, bei seinen Leuten und seinen Gehöften. Und aus diesem Dornröschenschlaf ist die Rasse mit wenigen lntermezzos, so auch in der Schweiz anfangs der 80er Jahre, nicht mehr erwacht. Immer noch kann man aber feststellen, dass der Tatra einer seits durch seine Hirtenhundetugenden Owczarek Podhalanski und andererseits durch sein angenehmes Aeusseres eigentlich dazu geeignet scheint, wieder grössere Beliebtheit zu erlangen.
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