*Wissenswertes - Der Schutzhund*

 

Schutzhund  

Abstammung

 

Schutzhunde wurden erstmals in Asien vor ungefähr 5000 Jahren eingesetzt, um das Vieh vor Raubtieren und Diebstahl zu schützen. Im Laufe der Wanderschafhaltung und der Völkerwanderung wurden mehr als 50 verschiedene Rassen gezüchtet. Der Pyrenäen-Berghund (Frankreich) und der Maremmenhund (Italien) sind die beiden Hauptrassen, die in den Schweizer Alpen zum Schutz gegen Raubtiere und streunende Hunde eingesetzt werden. Sie wiegen zwischen 35 und 65 kg und haben ein helles Fell.

     

Schutzhund

Erziehung

 

Die jungen Hunde müssen unter Schafen geboren werden, um von Geburt an zu lernen, mit diesen zu leben (soziale Bindung). Auf diese Weise entwickeln sich zwischen Hund und Schaf sehr enge Bindungen. Die Hunde leben mit den Schafen in völliger Harmonie. Mit ungefähr drei Monaten kommen sie in die Herde, die sie später, sobald sie ausgewachsen sind, beschützen werden. Das Schutzverhalten des Hundes ist instinktiv. Er reagiert besonders auf alles Ungewohnte in seiner Umgebung.
     
Schutzhund

Der Schutz der Herde


Das instinktive Verhalten des Schutzhundes ist nicht der Angriff, sondern die Abschreckung dank seiner Grösse und seines Bellens. Er bellt daher häufig auch einen Vogel, Wanderer, ein Fahrzeug usw. an, um auf seine Anwesenheit aufmerksam zu machen. Manchmal nähert sich der Hund Wanderern, um sie zu "kontrollieren". Der Schutzhund ist von Natur aus nicht aggressiv, beeindruckt aber durch seine Statur und den dumpfen Klang seines Bellens! Er ist besonders in der Nacht aktiv und schläft im allgemeinen während des Tages.

     

Herdenschutzhund

Angst vor Hunden?


Wenn Sie Angst vor Hunden haben, gehen Sie weiter, ohne den Hund zu beachten. Schauen Sie ihm nicht in die Augen, vermeiden Sie hastige Gesten, rennen Sie nicht, schlagen Sie ihn nicht mir Ihrem Stock, dringen Sie nicht in einen Pferch ein (es sei denn, der Fussweg durchquere ihn) und vermeiden Sie, in der Herde Unruhe zu stiften. Wenn Sie mit dem Rad unterwegs sind, stossen Sie es, bis Sie an der Herde vorbei sind. Es kommt vor, dass Hunde die Wanderer begleiten, bis diese an der Herde sind. Wenn Sie in der Nähe picknicken, füttern Sie die Hunde nicht!

     
Herdenschutzhund

Sie und Ihr Hund


Führen Sie Ihren Hund an der Leine. Die Schutzhunde sind daran gewöhnt, andere Hunde zu sehen. Es ist aber möglich dass sie sich ihnen nähern, um sie zu kontrollieren oder mit ihnen zu spielen. Sollte daraus ein Streit entstehen, lassen Sie Ihren Hund von der Leine und mischen Sie sich nicht ein. Die Hunde werden ihren Streit selbst austragen. Ausserdem ist der Pyrenäenberghund kein Raufbold. Er tendiert im Streitfall eher dazu, sein Gewicht einzusetzen, um seinen Gegner zu Boden zu werfen.

     

Herdenschutzhund

Der Schäfer


Die Schutzhunde werden im allgemeinen von einem Schäfer begleitet. Seine Aufgabe ist es, die Herde zu führen und sie am Abend zu versammeln, um die Wirksamkeit der Schutzhunde zu erhöhen. Der Schäfer wird von einem oder mehreren Hirtenhunden unterstützt, die ihm bei seiner täglichen Arbeit helfen.

 

 

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